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 Feierliche Eröffnung
Zwischen Tradition und Hochtechnologie
Der Gemeindeentwicklungskongress sei ein deutliches Zeichen dafür, dass Sinnfragen wieder im Vordergrund stehen und der Materialismus abnehme, so Landesbischof Gerhard Maier.
Der Schirmherr des Kongresses äußerte die Hoffnung, dass ein solcher Kongress in Zukunft wiederholt werden könne, nachdem man aus Kapazitätsgründen zahlreichen Interessenten habe absagen müssen. Zum Kongress hatten sich mehr als 2000 Teilnehmer angemeldet, dazu kamen noch rund 600 Mitwirkende. Maier sprach sich für Partizipation statt Versorgung aus, für Mitgestaltung statt Abschiebung auf Spezialisten und für eine Beteiligungskirche statt Verwaltungskirche.
Der Böblinger Oberbürgermeister Alexander Vogelgsang betonte die "gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit von bürgerlicher und kirchlicher Gemeinde über die Jahrzehnte hinweg". Er erwähnte besonders die Jugendarbeit, die Seniorenarbeit und die Ausländerarbeit. "Ohne das engagierte Wirken der Kirche könnten wir unsere Aufgaben nicht annähernd lösen", so Vogelgsang. Der Oberbürgermeister rief die Versammelten dazu auf, "ein Zeichen gegen die sich breit machende Resignation und Mutlosigkeit unserer Tage" zu setzen.
Der Böblinger evangelische Dekan, Bernd Liebendörfer, wies auf die besondere Situation des Kirchenbezirks Böblingen hin zwischen traditionell geprägtem Gemeindeleben und den Herausforderungen einer Industrie der Hochtechnologie. Auf diesem Kongress gehe es auch darum, wie man heute das Evangelium unter den Umständen der Zeit den Menschen nahe bringen könne.
Die für den Kongress verantwortlich zeichnende Oberkirchenrätin Ilse Junkermann hatte bei einem Rundgang durch die mehr als 100 Marktstände erklärt, dass sie sich besonders über die Vielfalt und Ernsthaftigkeit der Erprobungsversuche von Gemeindeentwicklung freue. "Teilen macht reich", so Frau Junkermann. Besonders angetan war sie von den zahlreichen Projekten im Bereich des Ehrenamtes und den Ideen zur besseren Wahrnehmung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Sie hoffe, so Frau Junkermann, dass die Begegnungen und Gespräche die Kirchengemeinden weiterbringe und dass der gegenseitige Austausch auch in die Zukunft hinein wirke.
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